 Gerne fungiere ich bei dem Konflikt, den Sie konstruktiv und zukunftsorientiert lösen möchten, als Mediator. Voraussetzung dafür ist, dass Ihr Konfliktpartner – ich sehe diesen nicht als Konfliktgegner – ebenfalls der Mediation als Konfliktlösungsmethode zustimmt. Um dies zu eruieren, bin ich gerne bereit, mit diesem ein unverbindliches Vorgespräch zu führen.
Nachfolgend finden Sie einige grundlegende Informationen zum Konzept der Mediation. Daraus gehen auch die Vorteile hervor, die dieses Verfahren gegenüber herkömmlichen Konfliktlösungsmethoden bietet. Der Hauptvorteil ist der, dass es bei der Mediation keinen Gewinner oder Verlierer gibt und Sie sich deshalb weiterhin auf Augenhöhe begegnen können. Darüber hinaus können Sie mit Mediationsunterstützung Lösungen erarbeiten, mit denen beide Konfliktpartner in der Zukunft gut leben können.
Ausführliche Informationen zum Konzept der Mediation
Der Begriff Mediation kommt aus dem Englischen und bedeutet Vermittlung. Mediation ist ein Konzept der Konfliktlösung in persönlichen Konflikten, am Arbeitsplatz, in sozialen Einrichtungen, in der Nachbarschaft, in Partnerschafts-, Ehe-, Scheidungs-, Sorge rechts- und Erbschaftsstreitigkeiten bis hin zu Umwelt- und politischen Konflikten.
Mediatoren agieren in diesem Konzept als neutrale Dritte, die für optimale Voraussetzungen und Rahmenbedingungen sorgen, damit Konflikte bearbeitet werden können. Sie unterstützen die Konfliktpartner dabei, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich friedlich auseinanderzusetzen sowie ihre Anteile am Konflikt zu benennen und zu analysieren. Das versetzt sie schließlich in die Lage, eigenverantwortlich und selbstbestimmt tragfähige Lösungen ihres Konflikts zu finden.
Ablauf einer Mediation
Ein Mediationsverfahren durchläuft üblicherweise fünf Phasen, die sich zusammenfassend folgendermaßen darstellen:

Phase 1 - Erläuterung des Mediationsverfahrens
Zu Beginn einer Mediation geht es zunächst einmal darum, den Konfliktpartnern das Verfahren der Mediation zu erläutern. Es wird erörtert, ob ein Mediationsverfahren zur Lösung des Falles geeignet ist (dies geschieht allerdings häufig bereits im Vorfeld). Organisatorische Dinge werden geklärt (Häufigkeit der Treffen / Klärung der Kosten). Am Ende dieser Phase willigen die Konfliktpartner in das Mediationsverfahren ein und unterzeichnen einen Vertrag mit dem Mediator.
Phase 2 - Darstellung der Sichtweisen
In der zweiten Phase erhalten die Konfliktparteien ausführlich Gelegenheit, ihre Sicht des Konflikts darzustellen. Der Mediator moderiert das Gespräch und fasst das Gesagte zusammen. Oft ist es hilfreich, die zentralen Aussagen am Flip-Chart zu visualisieren.
Phase 3 - Interessen der Konfliktpartner herausarbeiten
Konflikte verlaufen grundsätzlich nach dem Eisberg-Prinzip: Der sichtbare Teil eines Konflikts ist oft nur ein kleiner Teil und meistens nicht die - tiefer liegende - Ursache einer Auseinandersetzung. Um am Ende zu wirklich tragfähigen Lösungen zu kommen, werden jetzt die Interessen und Bedürfnisse der Konfliktparteien erörtert. Dies soll an einem - in der Mediation geradezu klassischen Beispiel - erläutert werden:
Zwei Schwestern streiten sich um eine Orange. Vordergründig könnte ein Kompromiss so aussehen, dass die Orange geteilt wird und jede Schwester erhält eine Hälfte. Fragt man beide jedoch nach ihren Bedürfnissen in Bezug auf die Orange, würde die eine vielleicht sagen, dass Sie die Schale der Orange benötigt, um einen Kuchen zu backen, während die andere das Fruchtfleisch essen möchte.
Dieses einfache Beispiel soll deutlich machen, dass es in der Regel sinnvoll ist, den Dingen ein wenig ausführlicher auf den Grund zu gehen. Ansonsten besteht die Gefahr, Scheinlösungen zu finden, die keine nachhaltige Wirkung entfalten. Besonders wichtig ist in dieser Phase aber auch, das gegenseitige Verständnis der Konfliktpartner für die jeweilige Sicht des anderen zu entwickeln. Dieses Verständnis ist eine wichtige Voraussetzung dafür, um im nächsten Schritt tragfähige Lösungen zu erarbeiten.
Phase 4 - Lösungsvorschläge erarbeiten und bewerten
Sind die Interessen und Bedürfnisse der Konfliktpartner klar herausgearbeitet worden, geht es im nächsten Schritt daran, tragfähige, d.h. zukunftsfähige Lösungen zu erarbeiten. Alle Konfliktpartner dürfen Vorschläge machen, die dann wechselseitig von den anderen beurteilt werden. Kann ein Verständnis für die Beweggründe der anderen Konfliktpartner hergestellt werden, ist es in der Regel möglich, für beide Seiten passende Lösungen zu finden.
Phase 5 - Übereinkommen aushandeln
Zum Abschluss des Mediationsverfahrens werden die erarbeiteten Lösungen in einem Vertrag schriftlich festgehalten und von allen Konfliktpartnern unterschrieben. Wenn diese es wünschen, kann auch der Mediator das Übereinkommen mit seiner Unterschrift bekräftigen. Wichtiger ist jedoch, dass die Konfliktpartner zu der ausgehandelten Lösung stehen und diese in Zukunft umsetzen.
Nach einiger Zeit kann es sinnvoll sein, noch einmal mit dem Mediator zusammenzukommen, um die langfristige Tragfähigkeit der Lösung zu überprüfen. Entspricht die Lösung wirklich den Bedürfnissen des Einen, geht sie konform mit den Interessen des Anderen? Wenn diese Fragen nicht eindeutig beantwortet werden können, sollten die Beteiligten mit dem Mediator einen entsprechenden Folgetermin vereinbaren.
Vorteile der Mediation
Gegenüber herkömmlichen Methoden der Konfliktlösung bietet die Mediation folgende Vorteile:
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Bei der Mediation gibt es keine Gewinner und Verlierer. Das Verfahren bietet die Möglichkeit, eine für alle Konfliktpartner befriedigende Lösung zu erarbeiten, die auch in der Zukunft Bestand hat. |
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Die durch den Konflikt gestörte Kommunikation wird wiederhergestellt. Themen, Dauer und Ausgang der Mediation liegen in den Händen der Streitparteien. |
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Damit ist die Chance für eine kosten- und zeitsparende Konfliktlösung gegeben, da die Mediation häufig nach wenigen Sitzungen abgeschlossen werden kann. |
Übrigens besteht bei einem Moderationsverfahren die Möglichkeit, sich parallel dazu juristisch beraten zu lassen, sofern dies sinnvoll erscheint.
Anwendungsfelder der Mediation
Mediation lässt sich in praktisch allen Gesellschaftsbereichen anwenden. Insbesondere sind folgende Lebens- und Arbeitsbereiche zu nennen, in denen Mediation Anwendung findet:
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Wirtschaft |
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Konflikte zwischen Unternehmen, zwischen Unternehmen und anderen Organisationen (z.B. Gewerkschaften) |
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Konflikte in Unternehmen (z.B. zwischen Abteilungen / Mitarbeitern oder zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern) |
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Gesundheits- und Sozialwesen |
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Öffentlicher Dienst |
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Nachbarschafts- und Erbschaftsauseinandersetzungen |
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Sollten Sie einen Konflikt in einem anderen Bereich lösen wollen, sprechen Sie mich bitte an.
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